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Objekt des Monats

Johannes Seiz, Originalentwurf für den Georgsbrunnen auf dem Kornmarkt, aquarellierte Federzeichnung, 1749, 72x59cm, Inv. Nr. IV 389
© Stadtmuseum Simeonstift Trier
Johannes Seiz, Originalentwurf für den Georgsbrunnen auf dem Kornmarkt, aquarellierte Federzeichnung, 1749, 72x59cm, Inv. Nr. IV 389 © Stadtmuseum Simeonstift Trier

Johannes Seiz, Originalentwurf für den Georgsbrunnen auf dem Kornmarkt
Aquarellierte Federzeichnung, 1749

Genau 270 Jahre alt ist die Originalzeichnung des Baumeisters und Bildhauers Johannes Seiz (1717-1779), der als Hofbaumeister in das Kurfürstentum Trier geladen wurde. Genau wie seine Kollegen Balthasar Neumann und Ferdinand Tietz stammt auch Seiz aus dem Frankenland. im 18. Jahrhundert entstanden aus der Hand der berühmten Baumeister in Trier beispielsweise auch die Kirche St. Paulin oder die Südfassade des Kurfürstlichen Palais. Johannes Seiz hat auf der Zeichnung genau angegeben, wofür der Entwurf gedacht war: "Prospett des Nu zu machenten Georgi Pronen in der statt Trier auff dem neuen Marck". Alle drei genannten Bauwerke erstrahlen knapp 300 Jahre nach der Errichtung frisch renoviert bzw. gereinigt. Zuletzt wurde der Gerorgsbrunnen auf dem Kornmarkt von Moos und Ablagerungen befreit.

Gebaut wurde der Georgsbrunnen in den Jahren 1750 bis 1751 in Rokoko-Formen etwas weiter östlich auf dem Kornmarkt. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde sein Ort gen Westen verschoben. Neben den Jahreszeiten im unteren Bereich thront der Heilige Georg in 11 Metern Höhe - im Kampf mit dem Drachen - auf der Spitze des Brunnens. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde der Brunnen mit Wasser aus dem Herrenbrünnchen gespeist und genutzt.