Sprungmarken

Stifterkabinett: Gemälde, Mode, Ostasiatika und andere Geschenke

© Thomas Riehle
© Thomas Riehle

Im Zweiten Obergeschoss werden die wichtigsten Mäzene des Hauses vorgestellt. Es waren kunstinteressierte Trierer Bürger, die mit der großzügigen Überlassung ihrer Sammlungen den Grundstock für das Stadtmuseum legten. Bereits 1830/31 schenkte der Trierer Richter und Gerichtspräsident Johann Peter Job Hermes seine umfangreiche Sammlung von Gemälden, Glaserzeugnissen, Alabasterreliefs und kunstgewerblichen Objekten der Stadt. 1878 kam die ethnologische und heute leider verschollene Sammlung des Beigeordneten und Bibliotheksdirektors Dr. Carl Schoemann hinzu mit einem Schwerpunkt auf malaiischen Schattentheaterfiguren, Waffen und Modellen und Alltagsgegenständen. Später folgten koptische und europäische Textilien aus dem Besitz des Kaufmanns und Politikers Wilhelm Rautenstrauch und Gemälde aus der Sammlung des Kirchen- und Kunsthistorikers Prof. Dr. Franz Xaver Kraus.

Die Sammlung Dr. Martin Schunk ist eine der jüngsten größeren Stiftungen. Der Industriemanager vermachte dem Museum Gemälde, Ostasiatika, Miniaturen und kunstgewerbliche Objekte. Über den außergewöhnlichen Umfang und die Vielfalt der Sammlung können Besucher in diesen Räumen einen hervorragenden Eindruck gewinnen.

Kleider und Modeaccessoires der vergangenen drei Jahrhunderte kann das Stadtmuseum sein eigen nennen. Der Schwerpunkt liegt auf regionaler Kleidung aus dem Eifel-, Hunsrück-, Saar- und Moselraum. Zu den Highlights aus dem Bereich Mode und Textilien zählt der dreiteilige Galaanzug des Trierer Bürgermeisters und Hüttenbesitzers Ludwig Karl Gottbill aus kostbarer, webgemusterter Seide, vermutlich aus Lyon importiert. Außergewöhnlich ist ebenfalls ein Konvolut koptischer Textilien aus dem 3. bis 12. Jahrhundert. Die Stoffe stammen aus dem oberägyptischen Akhmim / Panopolis und zeugen von der Verschmelzung altägyptischer Traditionen mit spätantiken und christlichen Elementen.

 
Bildergalerie
  • © Thomas Riehle