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Sammlung auf Reisen

Friedrich Christian Reinermann, Die von Napoleon erbaute Brücke bei Pallien an der Mosel, um 1830, Inv.-Nr. IV 1217
Friedrich Christian Reinermann, Die von Napoleon erbaute Brücke bei Pallien an der Mosel, um 1830, Inv.-Nr. IV 1217

Leihgaben für das Stadtmuseum Wetzlar

Gleich acht Werke des Wetzlauer Landschaftsmalers, Kupferstechers und Lithografen Friedrich Christian Reinermann (1764 - 1835)aus dem Besitz des Stadtmuseums Simeonstift sind an das Stadtmuseum Wetzlar verliehen:

  • Die Napoleonbrücke in Trier oberhalb von Pallien
  • Blick von den Weißhaushöhen in Trier ins Moseltal
  • Im Pallien‘r Thälchen bei Trier
  • Ansicht von Kochem an der Mosel
  • Ansicht der Ehrenburg an der Mosel
  • Ansicht von Trarbach und Traben nebst Schloss Gräfinburg an der Mosel
  • Ruine Ehrenburg nebst Dorf an der Mosel
  • Die von Napoleon erbaute Brücke bei Pallien an der Mosel

Zur Ausstellung

Friedrich Christian Reinermann – ein Wetzlarer Landschaftsmaler der Romantik

6. Dezember 2015 bis 10. April 2016

Anlass der Schau ist der 180. Todestag des Wetzlarer Malers im Jahr 2015. Erstmals wird sein in den Städtischen Sammlungen vorhandenes umfangreiches Werk an Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Grafiken in den Fokus einer Sonderausstellung gerückt. Landschaften der Lahn, Aufenthalte am Rhein, der Mosel, in der Schweiz und in Italien sind in Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken als auch in Gemälden festgehalten. Die vorhandenen Wetzlarer Bestände werden durch Leihgaben aus namhaften Sammlungen wie dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt und dem Historischen Museum Frankfurt ergänzt. 120 Werke werden bis zum 10. April 2016 ausgestellt.

Friedrich Christian Reinermann wurde 1764 in Wetzlar geboren und wuchs mit zwei Brüdern und zwei Schwestern in Wetzlar auf. Unterbrochen durch verschiedene berufliche Stationen und Studienaufenthalte in Kassel, Frankfurt, Rom und Basel, lebte Reinermann mit seiner Familie wieder in den Jahren 1811-1818 in Wetzlar. Die Ernennung zum Professor der Bildenden Künste durch den Landesherrn Karl Theodor von Dalberg und seine Tätigkeit an der Städelschen Kunstschule in Frankfurt am Main zog einen erneuten Umzug nach Frankfurt nach sich. Die enge Verbindung zu seiner Vaterstadt manifestiert sich jedoch in zahlreichen Werken, in denen er der Stadt seine Reverenz erweist. Zu Lebzeiten war Reinermann als Künstler sehr erfolgreich und wusste die Bekanntheit seiner Werke durch seine Tätigkeit als Verleger und die Herausgabe von grafischen Zyklen auf dem Kunst- und Grafikmarkt zu steigern. Obgleich sich Reinermann mit seinem umfangreichen und facettenreichen Werk qualitativ in die Reihe bekannter Landschaftsmaler seiner Zeit einreiht, deren motivische und stilistische Tendenzen sich in seinen Werken reflektieren, geriet er als Künstler in Vergessenheit.

2006 wurde er im Museum Gotisches Haus in Bad Homburg mit einer übergreifenden Ausstellung umfassend gewürdigt. „Es kann daher als überfällig bezeichnet werden, ihm in seiner Vaterstadt Wetzlar einen ersten Tribut zu zollen“, so Museumsleiterin Anja Eichler. Die Ausstellung spürt chronologisch den Lebensstationen nach, die zugleich die Entwicklung und Themenwahl des Künstlers manifestieren und Reinermann als brillanten Zeichner und Grafiker ausweisen. Zur Ausstellung ist ein Katalog zum Preis von 22 Euro erschienen. Quelle: www.wetzlar.de

Linktipp

Das Stadtmuseum Wetzlar