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Objekt des Monats

Klaus Fisch (1893-1975): Die Wallfahrtskirche Heinzerath in Bausendorf-Olkenbach, Öl auf Leinwand, Inv. Nr. III 2096, 1920–25. Foto: Stadtmuseum Simeonstift Trier
Klaus Fisch (1893-1975): Die Wallfahrtskirche Heinzerath in Bausendorf-Olkenbach, Öl auf Leinwand, Inv. Nr. III 2096, 1920–25. Foto: Stadtmuseum Simeonstift Trier

Klaus Fisch  (1893-1975): Die Wallfahrtskirche Heinzerath in Bausendorf-Olkenbach

Öl auf Leinwand
Inv. Nr. III 2096
1920–25

Die Wallfahrtskirche Heinzerath liegt malerisch zwischen den Bausendorfer Ortsteilen Olkenbach und Diefenbach am Ufer des Alfbaches und ist als Motiv sowohl bei Malern als auch bei Fotografen äußerst beliebt. Mit groben, kurzen Pinselstrichen und pastosem Farbauftrag schuf der Maler Klaus Fisch bereits Anfang der 1920er-Jahre diese expressionistische Ansicht der Kapelle. Sie war einst Mittelpunkt des Dorfes Heinzerath, das während des Dreißigjährigen Kriegs wegen der Pest ausgestorben und heute ganz verschwunden ist. Einzig die Kirche erinnert noch an diesen Ort. Sie wurde 1475 erstmals urkundlich erwähnt und ist das vermutlich älteste Gebäude in der Umgebung von Bausendorf-Olkenbach. Alljährlich zur Erntezeit finden Wallfahrten zu dieser Kultstätte statt, denn sie ist dem heiligen Bartholomäus geweiht, dem Schutzpatron der Bauern und Winzer.

 

Gut zu wissen

Das Ölgemälde ist in der aktuellen Ausstellung "Gesammelt und gesichtet" zu sehen. 2015 konnte es aus einer Privatsammlung für das Stadtmuseum angekauft werden.