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Gestapo in Trier 1933-1945

Reichsbahndirektion, Christophstraße 1, später Sitz der Gestapo Trier. © Stadtarchiv Trier, Bildsammlung 1 Nr. 26/68.
Reichsbahndirektion, Christophstraße 1, später Sitz der Gestapo Trier. © Stadtarchiv Trier, Bildsammlung 1 Nr. 26/68.

Perspektiven auf ein dunkles Kapitel der Geschichte

In Zusammenarbeit mit der Universität Trier findet im Stadtmuseum Simeonstift eine Vortragsreihe zu Trier im Nationalsozialismus statt. Studierende des Faches Geschichte haben sich in ihren Abschlussarbeiten aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Trierer Gestapo beschäftigt. Einmal pro Monat wird von Januar bis Juni ein öffentlicher Einblick in die Forschungsergebnisse gegeben. Den Auftakt macht Projektleiter Dr. Thomas Grotum am 25. Januar um 11:30 Uhr mit einer allgemeinen Einführung in die Thematik

Wo heute die Staatsanwaltschaft ihren Sitz hat, befand sich im nationalsozialistischen Trier die Geheime Staatspolizei (Gestapo). Von hier aus spannte die faschistische Organisation ihr Netz aus Terror, Verfolgung und Denunziation über die Großregion, hier folterte man politisch unliebsame Personen. An die dunkle Geschichte dieses Gebäudes erinnert ein Projekt im Fach Geschichte an der Universität Trier. Unter der Leitung von Dr. Thomas Grotum beschäftigen sich Studierende in ihren Abschlussarbeiten mit Themen in Zusammenhang mit der Trierer Gestapo und ihrem Verhältnis zur Trierer Bevölkerung.

Die Nachwuchs-Historiker behandeln dabei eine große thematische Bandbreite: Von der Widerstandsfamilie Torgau über die Bekämpfung kommunistischer Propaganda bis zu den Vorgängen im KZ Hinzert fächern die Forschungsfragen den Komplex Nationalsozialismus auf. In einer Vortragsreihe werden die Ergebnisse dieser Forschungen nun der Trierer Öffentlichkeit präsentiert. Von Februar bis Juni findet einmal pro Monat ein Vortrag statt, der das Thema allgemeinverständlich vermittelt. Der Historiker Dr. Thomas Grotum, Leiter des Projekts, gibt mit einer Einführung in Thema und Projekt am 25. Januar um 11:30 Uhr den Auftakt. Für Schüler und Studierende ist der Eintritt zu allen Terminen der Veranstaltungsreihe frei.

Alle Termine in der Übersicht:

Sonntag, 25. Januar, 11:30 Uhr
Die Trierer Gestapo in der Christophstraße 1
Projektüberblick und historische Einführung von Dr. Thomas Grotum zur Reihe „Gestapo in Trier 1933-1945“
Eintritt: € 6,- (Studierende: Eintritt frei)

Sonntag, 15. Februar, 11:30 Uhr
„Ganz Deutschland hört den Führer“? - Das Abhören ausländischer Sender im Raum Trier
Vortrag von Matthias Klein im Rahmen der Reihe „Gestapo in Trier 1933-1945“
Eintritt: € 6,- (Studierende: Eintritt frei)

Sonntag, 15. März, 11:30 Uhr
Zwischen Organisation und Folter – Die verbrecherischen Machenschaften der Geheimen Staatspolizei im SS-Sonderlager/KZ Hinzert
Vortrag von Katharina Klasen im Rahmen der Reihe „Gestapo in Trier 1933-1945“
Eintritt: € 6,- (Studierende: Eintritt frei)

Sonntag, 19. April, 11:30 Uhr
„Die KPD lebt“? - Verbreitung und Bekämpfung kommunistischer Propaganda im Raum Trier (1933-1939)
Vortrag von Maike Vaas im Rahmen der Reihe „Gestapo in Trier 1933-1945“
Eintritt: € 6,- (Studierende: Eintritt frei)

Sonntag, 17. Mai, 11:30 Uhr
Die Familie Torgau als Teil des kommunistischen Widerstandes in Trier
Vortrag von Gwendolyn Kloppenburg im Rahmen der Reihe „Gestapo in Trier 1933-1945“
Eintritt: € 6,- (Studierende: Eintritt frei)

Sonntag, 21. Juni, 11:30 Uhr
Das "Wiedereindeutschungsverfahren" im SS-Sonderlager/KZ Hinzert
Vortrag von Felix Klormann im Rahmen der Reihe „Gestapo in Trier 1933-1945“
Eintritt: € 6,- (Studierende: Eintritt frei)