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Objekt des Monats

William Straube, Kreuzigung Jesu Christi, 20. Jh., Inv. Nr. V1917
William Straube, Kreuzigung Jesu Christi, 20. Jh., Inv. Nr. V1917
William Straube (1871-1954): Kreuzigung Jesu Christi

expressive Lithografie, 20. Jahrhundert,  Inv. Nr. V 1917

Die expressive Lithographie zeigt die Kreuzigung Jesu Christi. Zu erkennen ist Jesus am Kreuz im Mittelpunkt des Bildes. Dargestellt wird er durch einfache aber expressive Umrisslinien.  Das Motiv "Jesus am Kreuz" ist ein Klassiker in der Bildenden Kunst.

William Straube wurde 1871 in Berlin als Sohn in eine musische Familie hereingeboren. Sein Vater war Organist und Harmoniumbauer, seine Mutter entstammte dem englischen Landadel. Nach Ausbildungen zum Dekorationsmaler und Zeichenlehrer begann er ein Studium der freien Malerei in Berlin, lebte anschließend als Kunstpädagoge und freier Künstler. Zahlreiche Studienreisen führten ihn nach England, Spanien, Italien und Nordafrika. In Paris studierte er von 1908 bis 1911 an der "Académie Henri Matisse", wenige Jahre später führte er sein Studium an der Stuttgarter Akademie bei Adolf Hölzel fort. William Straube, der auch einige Jahre in Koblenz lebte, gab dem Trierer Künstler Alexander Mohr dort um 1905 privaten Zeichen- und Malunterricht.

Als Mitglied im Deutschen Künstlerbund, der sich 1903 gründete, kam Straube in Kontakt mit den Ideen u.a. von Max Liebermann, Lovis Corinth oder Max Slevogt. Die Motivation der Künstlervereinigung war zunächst das gemeinsame Vorgehen gegen die Bevormundung durch den staatlichen Kunstbetrieb. Ziel war es, die Freiheit der Kunst zu sichern, verschiedenen Strömungen der Kunst ein Forum zu geben und junge Künstler zu fördern.