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20.08.2019 | 19:00 - 20:00 Uhr

Das KZ-Außenlager Bruttig-Treis bei Cochem

Abbildung: Spuren des ehemaligen KZ-Außenlagers in Bruttig: Die Speisesaalbaracke heute. Foto: Thomas Grotum
Abbildung: Spuren des ehemaligen KZ-Außenlagers in Bruttig: Die Speisesaalbaracke heute. Foto: Thomas Grotum

Vortrag von Dr. Thomas Grotum im Rahmen der Reihe »Gestapo in Trier«

Dr. Thomas Grotum, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Geschichte an der Universität Trier, beleuchtet in seinem Vortrag im Stadtmuseum Simeonstift Trier die Geschichte des KZ-Außenlagers Bruttig-Treis bei Cochem. Im Zuge der Untertageverlagerung der Rüstungsproduktion im Jahr 1944 wurde ein ungenutzter Eisenbahntunnel zwischen Bruttig und Treis zu einer Produktionsstätte der Robert Bosch GmbH für Flugzeug-Zündkerzen. Für den Ausbau des Tunnels und die Errichtung von Nebenanlagen etablierte man ein Außenlager des im Elsass gelegenen Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof mit zwei Standorten. Die KZ-Häftlinge mussten die körperlich schweren Arbeiten verrichten, während in der Produktion Facharbeiter der Firma Bosch sowie ausländische Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Das Projekt, das den Decknamen „Zeisig“ (A 7) trug, unterstand der SS, die sich in Cochem eingerichtet hatte. Die Bewachung der Häftlinge erfolgte zum Großteil durch Luftwaffensoldaten. Der Referent geht im Rahmen seines Vortrags sowohl auf die Geschichte des Ortes und der mit ihm in Beziehung stehenden Personengruppen als auch auf die Nachgeschichte bis zur Ausarbeitung eines Gedenkkonzepts in jüngster Zeit ein.

  • Dienstag, 20. August 2019
  • 19:00 Uhr
  • Eintritt: 6 €
  • DiMiDo: Eintritt frei für Studierende