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11.02.2020 | 19:00 - 20:00 Uhr

Künstlerkarneval und Künstlerfeste in der Moderne

Fritz Quant, Karneval, Öl auf Leinwand, 1921. © Stadtmuseum Simeonstift
Fritz Quant, Karneval, Öl auf Leinwand, 1921. © Stadtmuseum Simeonstift

Vortrag mit Dr. Dorothée Henschel

Im frühen 20. Jahrhundert entdeckten die Künstler der Moderne den Karneval: Nicht nur wurden Maskeraden, Kostüme und exzessive Feiern beliebte Bildmotive, auch im Leben der Bohème wurden Lumpenbälle und Künstlerfeste zu gesellschaftlichen Großereignissen. Die avantgardistischen Programme und Kostüme dieser Nächte hinterfragten gesellschaftliche Normen und Geschlechteridentitäten. Mit dem Siegeszug der Nationalsozialisten endete dieses bunte Treiben: Die Versammlungen wurden verboten, der Karneval dem staatlichen Propaganda-Apparat unterstellt. Erst in der Nachkriegszeit erlebte das Phänomen auch in Trier eine Renaissance. Dr. Dorothée Henschel beleuchtet in einem reich bebilderten Vortrag dieses faszinierende Kapitel der Karnevalsgeschichte.

  • Dienstag, 11. Februar 2020
  • 19:00 Uhr
  • Eintritt: 6 €
  • DiMiDo: Eintritt frei