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Neubau (Foto: Roland Morgen)




Foyer Nordflügel

Rückblick auf den Umbau und die Erweiterung des Stadtmuseums Simeonstift Trier

 

Seit Frühjahr 2005 wurde das Simeonstift, das die Sammlung des Stadt- museums seit 1904 beherbergt, saniert und mit einem Neubau ergänzt. Die Baumaßnahmen wurde genutzt, um das Haus und die Sammlung neu zu gestalten, einer grundlegenden wissenschaftlichen Bearbeitung und um- fassenden Restaurierungsmaßnahmen zu unterziehen. Jetzt werden die Objekte nach neuesten museologischen Erkenntnissen und mit einem modernen museumspädagogischem Konzept, erstmals barrierefrei, den Besuchern anschaulich präsentiert.

 

Die rund 900 Objekte der Sammlungsausstellung sind jetzt auf 1000 m² Ausstellungsfläche zu sehen. Grundlage des gesamten musealen Bestandes, der eine Zeitspanne von rund 2000 Jahren umfasst, bilden Schenkungen Trierer Bürger. Im Nord- und Westflügel der ehemaligen Klosteranlage bieten kostbare Gemälde und Skulpturen, feines Porzellan und Ostasiatika, aber auch Alltags- und Gebrauchsgegenstände vielfältige Einblicke in Leben und Alltag, Wirtschaft und Handel, Politik und Glaube, Kunst und Technik. Themenbereiche wie Sport und Migration, Städtepartnerschaften und Religionsgemeinschaften problema- tisieren aktuelle Fragestellungen. Eine umfassende Textilsammlung, die auf- wändig restauriert wurde, gehört zu den Höhepunkten der Neupräsentation.

 

Modelle, interaktive Bereiche und ein breites multimediales Angebot von rund

40 Medienpräsentationen in Form von Filmen, Bildfolgen und Hörstationen ergänzen den Besuch. Dazu gehören u.a. eine Zeitreise durch 2000 Jahre Stadtentwicklung, historisches Filmmaterial aus der Zeit um 1900 und Interviews der „Survivors of the Shoa Visual History Foundation“ des bekannten Regisseurs Steven Spielberg. Das renommierte Architektenbüro Gerhards & Glücker (Berlin), das bereits das Deutsche Hygiene Museum in Dresden gestaltete, zeichnet sich für die Ausstellungsarchitektur des Museums verantwortlich.

 

Der Neubau, geplant vom Kölner Architekten Lukas Baumewerd, wird für tem- poräre Ausstellungen genutzt und umfasst eine zweigeschossige Fläche von insgesamt 600 m². In Zeiten, in denen dort keine Sonderschau stattfindet, werden Gemälde bedeutender Künstler wie Carl Spitzweg und Januarius Zick aus dem eigenen Bestand sowie Highlights der Möbelsammlung in den Räumen gezeigt.

 

 

Grundlagen

Vorhandene Sammlungen (Bestand)

• Originale Stadthistorische Zeugnisse

• Einzelschenkungen Trierer Bürger

• Schenkungen geschlossener Sammlungskomplexe

• Künstlernachlässe

• Gezielte Ankäufe

• Leihgaben

Vorhandene Räumlichkeiten

• Separierung der Dauer- und Wechselausstellungen in selbständige Bereiche

• Besucherführung

• Sinnvolle Verknüpfung einzelner Ausstellungsbereiche

• Konservatorisch vertretbare Depotflächen im Bering

• Depotflächen außerhalb des Simeonstiftes

Ausstellungskomplexe nach dem Umbau

• Stadtgeschichtlich ausgestatteter Fest- und Empfangsraum

• Stadtgeschichtliche Dauerausstellung

• Ausstellungsfläche für geschlossene Sammlungskomplexe

• Gemäldegalerie und Wechselausstellungsflächen

 

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