Sprungmarken

2000 Jahre Schifffahrt auf der Mosel

Carl Rüdell, Der Dampfer "Mosel" am Anleger in Trier mit den beiden Kranen im Hintergrund, Aquarell mit Gouachehöhungen, Stadtmuseum Simeonstift Trier, Inv. Nr. III 1485
Carl Rüdell, Der Dampfer "Mosel" am Anleger in Trier mit den beiden Kranen im Hintergrund, Aquarell mit Gouachehöhungen, Stadtmuseum Simeonstift Trier, Inv. Nr. III 1485

Sonderausstellung im Stadtmuseum Simeonstift

18. Mai 2014 bis 1. März 2015

Das Stadtmuseum Simeonstift nimmt den 50. Jahrestag der Eröffnung der Mosel als Großschifffahrtsstraße zum Anlass, der bewegten Geschichte dieses Flusses eine große Sonderausstellung zu widmen. Vom 18. Mai 2014 bis 1. März 2015 erzählen über 300 Exponate die 2000-jährige Geschichte aus künstlerischen, kulturellen und persönlichen Blickwinkeln.

Schifffahrt auf der Mosel hat eine lange Tradition: Schon die Römer transportierten ihre Waren über weite Strecken auf dem Fluss, heute verbindet die Mosel als eine der wichtigsten Wasserstraßen Europas Frankreich, Deutschland und Luxemburg miteinander. Wer die Geschichte der Stadt Trier erzählt, wird deshalb auch von der Mosel sprechen: Seit ihrer Gründung steht die älteste Stadt Deutschlands in einem engen Wechselverhältnis mit dem Fluss, der sie durchfließt. Auf dem Wasserweg gelangten nicht nur Waren und Güter, sondern auch wirtschaftliche und kulturelle Blüte in die Region. Von der römischen Antike bis in die Gegenwart spiegeln sich geschichtliche Umbrüche und Entwicklungen immer auch in der Schifffahrt ihrer Zeit.

Im Trierer Stadtbild lassen sich bis heute zahlreiche Zeugnisse dieser Schifffahrtskultur finden: Die historischen Kräne am Moselufer, Straßennamen und städtebauliche Vermächtnisse erzählen von der großen Bedeutung der Mosel für die Entwicklung der „Stadt am Fluss“ und der Großregion. Die Ausstellung „2000 Jahre Schifffahrt auf der Mosel“ erzählt die Geschichte dieses Flusses, der heute Nationen über Ländergrenzen hinweg verbindet. Das Stadtmuseum Simeonstift nimmt den 50. Jahrestag der Eröffnung der Mosel als Großschifffahrtsstraße im Jahr 1964 zum Anlass für diese große Sonderschau, die den Weg vom römischen Transportweg zum einenden Band Europas nachzeichnet. Über 300 Exponate aus zwei Jahrtausenden laden auf 600m² Ausstellungsfläche ein, dieses Kapitel wirtschaftlicher, politischer und kultureller Integration aus einer neuen Perspektive zu entdecken.

Die Ausstellung nimmt ihren Ausgang in der Schifffahrt der Antike und des Mittelalters, führt über die Personen- und Güterschifffahrt vom 18. bis ins 20. Jahrhundert und mündet schließlich in der modernen Moselschifffahrt, die den Fluss heute prägt. Neben Exponaten aus der Sammlung des Stadtmuseums Simeonstift und Leihgaben zahlreicher renommierter Museen haben auch die Nachkommen von Schiffsleuten authentische und persönliche Zeugnisse zur Verfügung gestellt, in denen das Berufsleben auf der Mosel und ihren Nebenflüssen lebendig wird. So erzählen Kunstwerke, Alltagsgegenstände, detailgetreue Modelle und persönliche Schicksale in ihrem Zusammenklang die bewegte Geschichte eines einzigartigen Flusses im Herzen Europas.

Interaktive Medien- und Mitmach-Stationen machen „2000 Jahre Schifffahrt auf der Mosel“ zu einer Ausstellung für die ganze Familie. Über die gesamte Laufzeit bietet das Stadtmuseum Simeonstift ein vielseitiges Begleitprogramm an – sowohl im Museum, als auch an den Flussufern: Als besonderer Programmpunkt wird das historische Museumsschiff „Willi“ des Vereins für historische Binnenschifffahrt vom 19. bis 26. Juli am Zurlaubener Ufer in Trier vor Anker liegen.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreiches Kataloghandbuch im Verlag Schnell & Steiner, das im Museum und im Buchhandel erworben werden kann.

Begleitprogramm

Eine QR-Tour durch die Stadt am Fluss

Flyer

In unserem Flyer zur Ausstellung finden Sie alle Informationen auf einen Blick.

 
Bildergalerie
  • Charles Deane (1794–1874), Ansicht von Bernkastel, 1843, Öl auf Leinwand, Privatbesitz
  • Die Fährfrau Anna Kaiser auf ihrem Fährnachen, 1950er-Jahre, Fotografie, © Helga Kaiser-Bouters
  • Modell eines „Inexplosible“-Dampfschiffs, Nicht datiert, Holz, © Kristina Patzak
  • George Clarkson Stanfield: Martinsmühle bei Trier, 1857, Öl auf Leinwand. Stadtmuseum Simeonstift Trier.