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„Ein großes Geschenk für die Stadt“

Maler Josef Hammen und Museumsdirektorin Dr. Elisabeth Dühr mit den vier angekauften Arbeiten im Stadtmuseum Simeonstift, © Stadtmuseum Simeonstift Trier
Maler Josef Hammen und Museumsdirektorin Dr. Elisabeth Dühr mit den vier angekauften Arbeiten im Stadtmuseum Simeonstift, © Stadtmuseum Simeonstift Trier

Das Stadtmuseum Simeonstift hat vier Arbeiten aus Josef Hammens Serie „366 x Trier – Szenen einer Stadt“ angekauft. Die Ansichten sollen kommenden Generationen ermöglichen, sich ein Bild der Stadt im Jahr 2016 zu machen. Ab Donnerstag, 16. Februar, sind die angekauften Arbeiten im Stadtmuseum zu besichtigen.

Trier. Der Palastgarten im Sommer, das Simeonstift am Abend, der Blick nach Euren, der leidige Stau auf der Bitburger – für Triererinnen und Trierer sind es vertraute Ansichten, die Josef Hammen in seiner Serie „366 x Trier – Szenen einer Stadt“ festgehalten hat. Ein Jahr lang hat der Designer und Maler jeden Tag ein neues Bild seiner Stadt gemalt: Durch alle Jahreszeiten hinweg, mal morgens, mal abends, mal bei Regen, mal bei schönstem Sonnenschein. Das Ergebnis ist eine Dokumentation des Stadtlebens über ein Jahr hinweg, die in dieser Form bislang einzigartig ist.

Der Freundeskreis des Stadtmuseum Simeonstift hat vier Arbeiten aus dieser Reihe für die städtische Sammlung angekauft. „Stadtansichten zu sammeln ist eine der Kernaufgaben eines Stadtmuseums“, erklärt Museumsdirektorin Dr. Elisabeth Dühr. „Unser Bestand reicht von mittelalterlichen Grafiken bis hin zu zeitgenössischen Fotografien, die Gemälde von Josef Hammen sind in diesem Feld eine wertvolle Ergänzung der Sammlung.“ Es sei vor allem die Momenthaftigkeit der Aufnahmen, die kommenden Generationen einen wertvollen Einblick in das Stadtbild des Jahres 2016 ermöglichen werde – sei es in Hinblick auf Architektur, Infrastruktur oder die Nutzung des öffentlichen Raums. „Dieses Projekt ist ein großes Geschenk für die Stadt“, so Museumsdirektorin Dühr.

Josef Hammen hat in seiner Serie bewusst auch unscheinbare und abseitige Ansichten gewählt: „Ich wollte die weniger bekannten Seiten von Trier zeigen, die nicht dem touristischen Bild entsprechen“. Wie flüchtig die Eindrücke des „Daily Painters“ sind, hat sich dabei mitunter schon während des Projekts herausgestellt: Ob Bäume gefällt oder Häuser umgebaut werden – mit diesen Änderungen geht auch ein innerstädtischer Anblick langfristig oder sogar für immer verloren.

Die vier angekauften Werke zeigen unterschiedliche Aspekte des städtischen Lebens: Den Palastgarten als öffentlichen Ort der Freizeitgestaltung, das Miteinander von kulturellem Erbe und kommerziellen Werbeflächen am Beispiel eines Schnellrestaurants in Trier-West, die angespannte Verkehrssituation bei der Einfahrt in den Trierer Talkessel und die Symbiose von historischer und zeitgenössischer Architektur am Beispiel des Simeonstifts.

 
Bildergalerie
  • Josef Hammen, Tag 348 – Nacht vorm Museum – Simeonstiftplatz“, © Josef Hammen
  • Josef Hammen, Tag 300 – „Fast da – Bitburger Straße“, © Josef Hammen
  • Josef Hammen, Tag 257 – „Ab ins Grüne – Palastgarten“, © Josef Hammen
  • Josef Hammen, Tag 171 -  „Euren“, © Josef Hammen

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